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Little Boots

Eine grosse Musikerin in kleinen Schuhen


Sie wurde bekannt dank YouTube. In ihren Videos singt und spielt sie ihre Songs in ihrem Zimmer, „bedroom versions“ nennt sie es selbst.

Mittlerweile ist ihr erstes Album „Hands“ im Handel und ist in UK-Charts auf Platz 5. Sie ist die neuste Neuentdeckung am Elektro-Pophimmel. „Es ist schräg, dass ich hip sein soll“ sagt Little Boots über den Erfolg, der sie plötzlich übereilt. Sie wird mit Lady Gaga verglichen (und schneidet meiner Meinung nach wesentlich besser ab) und gilt als der Act des Jahres. Victoria Hesketh, wie sie mit bürgerlichem Namen heisst, trifft mit ihrem futuristischen Elektro-Pop den Nerv der Zeit. Die Kritiker reden von funkelnd, authentischem Talent, Gespür fürs Neue. Ihr Album wartet auf mit vielen Gute-Laune-Songs, eingängigen Beats und kaum gehörter Kombi von melodiösem Pop mit Synthesizer.

Mit dem Erfolg kommt auch das Interesse der Presse. Vor der hat die 25-jährige aber keine Angst: „Es gibt keine Leiche in meinem Schrank. Ich hab nie Drogen genommen, die eine Zigarette geraucht, immer nur hart gearbeitet.“

Bis Ende Jahr tourt Little Boots durch Grossbritannien, die USA und Australien. Wann sie das erste Mal in die Schweiz kommt, ist leider noch unbekannt.

Am 8. August erscheint die neue Single „Remedy“.



Bildquelle: bloglost.eu



Donnerstag, 25. Juni 2009 | 22:54

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Love, Peace and Music

Die OpenAir-Saison ist eröffnet


Mit dem Greenfield in Interlaken vergangenes Wochenende wurde die OpenAir-Saison offiziell eröffnet. Wie jedes Jahr mit harten Rocksounds, ganz wie sichs gehört.
Auch dieses Jahr warten die grossen Festivals mit tollen Acts auf; ein abwechslungsreicher Musiksommer ist garantiert.

Nächster Termin, der in unserer Agenda fett angestrichen ist, ist das OpenAir St.Gallen vom 26.-28. Juni. Nine inch Nails und Cypress Hill sind die Aufhänger diesen Jahres, aber auch aus dem benachbarten Land beehren uns tolle Musiker, allen voran Peter Fox, der mit einer Combo von 16 Leuten anreist. Stress kümmert sich um die Hip-Hop-Fans und als Geheimtipp der leiseren Klänge gilt Sophie Hunger. Schon wegen der unvergleichlichen Stimmung im Sittertobel sage ich: hingehen!

Das 15-jährige Jubiläum feiert dieses Jahr das OpenAir Frauenfeld. Anfänglich belächelt, hat sich das Festival zum Magnet für alle Hip-Hop-Fans gemausert. Dieses Jahr werden deren Herzen unter anderem von Kanye West, Samy Deluxe, Lil Wayne und Sido beglückt. Und sogar der grosse 50cent gibt sich die Ehre. Die Schweizer Szene vertreten vor allem Gimma und Wurzel5. Nicht verpassen würd ich auf jeden Fall Liricas Analas, oder wie ofr hört man schon Hip-Hop auf Rätoromanisch?!
OpenAir Frauenfeld vom 10.-12. Juli.

Nur ein Wochenende darauf steigt das gut bewährte Gurtenfestival (16.-19.Juli). Das Gelände auf dem Berner Hausberg ist einmalig (Pendant zum Sittertobel) und das diesjährige Programm hat unzählige grosse Namen zu bieten: Mit Franz Ferdinand am Donnerstag stimmen wir uns auf das Wochenende ein. Am Freitag ist mit Ska-P bereits das erste obligate Konzert, zu späterer Stunde dann unbedingt Bonaparte mit erleben, die live immer grosse Klasse sind. Am Samstag ist Razorlight ein Muss, im Anschluss gleich stehen bleiben und Platz sichern für Oasis! Wie sichs fürs Berner OpenAir gehört spielen am Sonntag Patent Ochsner und Kings of Leon runden das Wochenende voll mit unzähligen musikalischen Highlights ab. Für die Fans grosser Acts ein Muss!

Einzigartig in der Schweizer Landschaft der Musikfestivals ist das Paléo in Nyon vom 21. bis 26 Juli. Hochsommerlich präsentiert sich auch das Programm mit viel Reggae, Chanson und Village du Monde: Takana Zion, La Pulqueria, La Grande Sophie, Raphael... Doch auch die Sparte Rock/Pop/Electro kommt zum Zug. Unter anderem zu nennen sind Tracy Chapman, Amy McDonald, Pete Doherty, The Prodigy, Moby und Placebo. Wer genug hat von Musik kann sich an den zahlreichen Markständen vertun oder sich von den vielen Strassentheater-Truppen unterhalten lassen.
Für alle vergessenen Hippie-Kinder und diejenigen, denen 3 Tage Festival nicht genug sind.

Die OpenAir-Saison 2009 beschliesst, wie jedes Jahr, das OpenAir Gampel. Vom 13. bis 16. August verdoppelt sich die Anzahl der Menschen im Kanton Wallis. Früher klein und fein, ist das Festival in Gampel heute mitunter eines der grössten in der Schweiz. Über 40 Bands bilden ein gut durchmischtes Programm für Jedermann. Von Culcha Candela und Phenomden über Snow Patrol und Kaiser Chiefs zu Silbermond und Milow. Da gibts für jeden etwas!





Montag, 22. Juni 2009 | 21:03

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Voormann für einmal im Vordergrund

Der „fünfte Beatle“ endlich mit eigenem Album


Er ist ein Mann der Musikgeschichte und doch kennen ihn zu wenige. Klaus Voormann war enger Freund der Beatles, spielte nach deren Trennung bei zahlreichen Songs von Lennon, Starr und Harrison Bass, er machte Bob Dylans „Mighty Quinn“ zum Hit und spielte mit Eric Clapton. Immer hielt er sich im Hintergrund, überliess das Scheinwerferlicht und den Ruhm den anderen.

Jetzt endlich mit 71 Jahren bringt er sein erstes eigenes Album raus. Für „A Sideman's Journey“ nahm Voormann neue Versionen alter Songs auf und für einmal sind es die anderen, die ihn unterstützen und nicht umgekehrt. Mit alten Weggefährten wie Paul McCartney, Ringo Starr und Cat Stevens vertonte er Hits wie „Mighty Quinn“ neu.

Am 3. Juli soll das Album in die Läden kommen.



© voorman.com / Klaus Voormann, Hamburg (Selbstporträt) 1959



Mittwoch, 17. Juni 2009 | 00:32

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FrauenFussball


Schon spannend, wie sehr in unseren Köpfen trotz Emanzipation einige Klischees noch so stark verankert sind. Oder entstammen die Klischees der Realität, die sich doch nicht so sehr verändert hat wie Alice Schwarzer es sich wünschte?

Ab und zu kommt es vor, dass ich in sportlichem Trikot mit einem Fussball unterm Arm unterwegs bin. Ich ziehe an diesen Tagen so viele Blicke auf mich, wie selten. Grad so gut könnt ich mit einem pinken Hut und gelbem Schal um den Zytglogge tanzen - auf den Händen.
Wenn ich in den Bus einsteige, beschauen mich zwei junge Herren erst überrascht, nicken sich dann grinsend zu. Beim Aussteigen belächelt mich ein Jungsprung von 13 Jahren heimlich von der Seite und eine Frau runzelt beim Vorbeigehen die Stirn.
Eine Frau, die Fussball spielt, scheint ein Absurdum zu sein.

Nur: Ich verstehe nicht mal was von Fussball. Ich spiele nicht und schaue nicht und kenne nicht. Wenn mein Wortschatz eine Dachkammer wär, läge das Wort Fussball im hintersten Regal ganz oben in der Ecke. Mit viel Staub bedeckt. Ich weiss wie man es buchstabiert, weil ich generell was von Grammatik verstehe.

Was also macht die Rebecca mit Fussball?
Ich spiele auf Stadtrundgängen zur Geschichte des Fussballs in Bern die Trainerin. Besteht die Gruppe nur aus Männern, muss ich mir die Überzeugung in den 90 Minuten hart erkämpfen. Erstaunlicherweise komm ich selten in Erklärungsnot und es passiert immer wieder, dass die Frage auftaucht, welche Mannschaft ich denn sonst trainiere. Ich bin wohl etwas besser im schauspielern als im Fussball.
Verhau ich doch unter allgemeinem Schmunzeln einen Pass, rette ich mich mit Schlagfertigkeit. „Du hast‘s in den Beinen, ich im Kopf. Deswegen bist du Spieler und ich die Trainerin.“

Als Trainerin bin ich hart, habe einen männlichen Gang und gebe den Ton an (ebenso gut könnt ich zum Militär). Ich muss mich von meiner naturellen Weiblichkeit distanzieren, um in dieser Funktion ernst genommen zu werden und nicht selber über mich zu lachen. Ich bediene also genau das Klischee, Frauen und Fussball, nee.
Alice Schwarzer würde mich dafür mit Füssen treten.

Übrigens: Das eine Mal, bei dem ich meinen Freund so beeindruckt habe, dass er ganz kurz sprachlos da sass, war, als ich einen holländischen Fussballer im Fernsehen benennen konnte. „Heilandzack“ sagte er nur.

Vielleicht sollte ich mich doch etwas mehr mit Fussball beschäftigen.

Eure Rebecca
rebecca.schnyder@alltickets.ch



Mittwoch, 17. Juni 2009 | 00:27

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Ein Blur(ry) Dokumentarfilm

Geschichte von Blur wird zum Film


Der ehemaligen Band um Damon Albarn wird grosse Ehre zuteil; ihre Gründung, ihre Erfolg, aber auch ihre Trennung wird Thema eines Doku-Films in Spielfilmlänge.

Blur gehörte in den 1990ern zu den wichtigsten Vertretern des Britpop. Ihre Alben „Parklife“, „Blur“ und „13“ gehörten zu den erfolgreichsten Alben ihres Genres. Während der Aufnahmen zum letzten Album 2004, „Think Tank“, verliess aber Leadgitarrist Graham die Band (wegen künstlerischen Differenzen, wie es hiess) und so wirkte er nur in einem Song mit. Eine Wiedervereinigung letztes Jahr endete bereits mit den ersten beiden Konzert im Hyde Park in London und am Glastonbury Festival.

Die bewegte Bandgeschichte mit viel Sex, Drugs und Rock `n Roll wird nun verfilmt. Alle ehemaligen Bandmitglieder freuen sich, die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen und nicht nur mehr via YouTube mit zu erleben, wie bis anhin.



Donnerstag, 11. Juni 2009 | 17:35

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