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Eine neue Schweiz?

Gaddafi sieh dich vor!


Soso, der Gaddafi will also die Schweiz auflösen. Und das nur, weil wir seinen Sohn eingebuchtet hatten. Zu Recht übrigens. Also das Einbuchten.
Was genau ist denn dem sein Problem frag ich. Ob er die Hitze nicht verträgt und ihm zu Kopfe gestiegen ist? Die Willkür jedenfalls ist ihm inne. Ebenso ein riesen Ego. Umso kleiner ist wohl sein - na ihr wisst schon. Wie ein trotziger Bub stampft er auf den Boden und glaubt, deswegen wird ihm Mami UNO jeden Wunsch erfüllen. Die Schweiz auflösen zum Beispiel.

Gut, könnte man blasphemisch sagen, die Welschen wollen eh lieber zu Frankreich gehören. Wir graben also wirklich eine Röstigraben und der erste Schritt ist getan. Die Tessiner essen lieber Spaghetti als Fondue, die wird es nicht allzu schmerzen. Italien ist dann um ein Filmfest reicher. Und die Deutschschweiz? Tja, der Name hat es inne liebe Eidgenossen, wir würden dann wohl zu den Gummihälsen gehören (die ich übrigens mag). Das scheint also alles auf zu gehen. Fast. Ein Grössenwahnsinniger wie der Gaddafi wird scheitern an, genau, seinem Grössenwahn. Denn einer wie der, sieht die Stärke in der Grösse. Wir, Liebe Eidgenossen und kleingewachsene Schweizer, wir wissen es besser. Denn was übrig bleibt, bei dem sauberen Aufteilungsplan ist der Rätoromanische Teil von unserem Land. Und während die UNO sich drüber die Köpfe zerbricht, was mit diesem Rest Schweiz zu tun sein, wandern wir alle, genau, dahin.

Der Graubünden wird zu unserer Festung, wir verschanzen uns und fangen alles Wasser in einem grossen Stausee auf. Der Gaddafi hat zwar Öl, aber wir haben das Wasser. Und Öl kann man nun mal nicht trinken.Als Bergler sind wir dann zäh im nehmen (gut die Züricher werdens schwer haben), wir pflegen Selbstversorgung und stocken die natürlichen Anhöhen zu Mauern auf, die rund um die ehemalige Kantonsgrenze gehen wird. Ehemalige. Denn neu werden das unsere Landesgrenzen sein. Da oben in den Bergen können sich dem Gaddafi seine Kamele dann die Hufe aufschlagen.

So werden wir der Welt trotzen, bis Mami UNO zugeben muss, dass sie leichtsinnig den pubertären Zwängen nachgegeben hat und uns als Wiedergutmachung kein Nidelzältli, sondern Lybien als Hoheitsgebiet schenkt. Und dann lieber Gaddafi, bist du am – na ihr wisst schon. Dann rennen dir tausende kleiner Eidgenossen die Bude ein und sagen Grüezi auf gut schweizerische Art; mit einem Tritt in den – eben.

Lasst ihn nur kommen, wir sind bereit!
Eure Rebecca
rebecca.schnyder@alltickets.ch



Samstag, 05. September 2009 | 14:52

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