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Die Komplexität des Radfahrens
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Ich fahre Fahrrad. Zum einen, da ich in der Stadt schneller vorankomme, zum anderen bin ich auch ganz stolz, so die Umwelt nicht zu belasten. Und naja, Autofahren kann ich nicht.
Fahrrad fahren hat aber so einige Tücken, auch wenn es sich nur um ein Einfach-Gefährt mit zwei Pedalen handelt.
Der Regen zum Beispiel. Bekanntlich ist jedes Rad ein Cabrio-Modell. Da unsere Breitengrade nicht unbedingt als eine trockene Hemisphäre gehandelt werden können, wird man als Radfahrer gelegentlich nass. Nun gut, Regenjacke ok. Da gibt’s mittlerweile ein paar Modelle, die tragbar sind ohne wie Onkel Bert auf dem Boot auszusehen. Die Hosen aber, die werden zwangsläufig nass, denn: Regenhosen sind per se unsexy. Und das meine ich nicht nur im Sinne von nicht attraktiv, sonder meine unsexy als Generalattribut. Sag mir mal einer was ich mit diesem nassen Stück Plastik mache, wenn ich sie an meinem Ankunftsort ausgezogen habe?! Eben.
Dann ist das Rad fahren in Bern nicht ganz ungefährlich für die Nerven. Klischee hin oder her und ja liebe Berner, ich liebe euch, aber müsst ihr soooo langsam fahren? Ich mein, warum hört ihr auf zu treten, bloss weil es ein Bisschen bergab geht? Man ist schneller am Ziel, wenn man die Beschleunigung vom Gefälle noch mit Pedaltreten unterstützt. Wirklich.
Ich fahr also Fahrrad. Ich fahr eigentlich immer Fahrrad. Auch wenn ich abends weggehe und einen Rock trage. Einen engen. Einen etwas kurzen. Das, liebe Herren der Schöpfung, ist eine Herausforderung! Treten war nur mit X-Bein-Stellung möglich und alle 5 Meter wollte der Saum wieder die hochgerutschten 20 Zentimeter herunter gezogen werden. Ja, ich sah bescheuert aus. Wenigstens habe ich den Strassenarbeitern eine Freude gemacht.
Für den Nachhauseweg nahm ich dann ein Taxi. Nicht nur weil nach ein paar Gläsern Wein auch das Rad fahren etwas schwieriger wird. Nein, ich fand, einmal pro Tag bescheuert aussehen reicht. Ich hab eine Würde.
Das Tolle am Fahrrad fahren sind die Verkehrsregeln. Also, die die nur für Radfahrer gelten, oder gar nur für mich. Wenn die Ampel rot ist und alle Autos stehen, kann über die Fussgängerstreifen oder die Trottoirs ausgewichen werden und Wusch, ist man schon viel weiter. Notabene, dass man als Radfahrer nicht bei jedem Rot halten muss, denn wenn kein Fussgänger kommt, oder nur wenige, schlängelt man sich eben so durch. Ganz unauffällig.
Mein Göppel heisst übrigens „Die schöne Helena“ und ist eine alte Lady. Durch den TÜV würde sie nicht kommen und die Vignette von 09 ist noch nicht dran. Wenn ich auf ihr die roten Ampeln überfahre, erwarte ich jeden Tag, dass mich ein Polizist anhält und büssen will. Früher oder später wird das passieren.
Ich kann dann nur hoffen, dass ich an dem Tag einen engen Rock trage und der Polizist früher Strassenarbeiter war.
Eure Rebecca
rebecca.schnyder@alltickets.ch
Fahrrad fahren hat aber so einige Tücken, auch wenn es sich nur um ein Einfach-Gefährt mit zwei Pedalen handelt.
Der Regen zum Beispiel. Bekanntlich ist jedes Rad ein Cabrio-Modell. Da unsere Breitengrade nicht unbedingt als eine trockene Hemisphäre gehandelt werden können, wird man als Radfahrer gelegentlich nass. Nun gut, Regenjacke ok. Da gibt’s mittlerweile ein paar Modelle, die tragbar sind ohne wie Onkel Bert auf dem Boot auszusehen. Die Hosen aber, die werden zwangsläufig nass, denn: Regenhosen sind per se unsexy. Und das meine ich nicht nur im Sinne von nicht attraktiv, sonder meine unsexy als Generalattribut. Sag mir mal einer was ich mit diesem nassen Stück Plastik mache, wenn ich sie an meinem Ankunftsort ausgezogen habe?! Eben.
Dann ist das Rad fahren in Bern nicht ganz ungefährlich für die Nerven. Klischee hin oder her und ja liebe Berner, ich liebe euch, aber müsst ihr soooo langsam fahren? Ich mein, warum hört ihr auf zu treten, bloss weil es ein Bisschen bergab geht? Man ist schneller am Ziel, wenn man die Beschleunigung vom Gefälle noch mit Pedaltreten unterstützt. Wirklich.
Ich fahr also Fahrrad. Ich fahr eigentlich immer Fahrrad. Auch wenn ich abends weggehe und einen Rock trage. Einen engen. Einen etwas kurzen. Das, liebe Herren der Schöpfung, ist eine Herausforderung! Treten war nur mit X-Bein-Stellung möglich und alle 5 Meter wollte der Saum wieder die hochgerutschten 20 Zentimeter herunter gezogen werden. Ja, ich sah bescheuert aus. Wenigstens habe ich den Strassenarbeitern eine Freude gemacht.
Für den Nachhauseweg nahm ich dann ein Taxi. Nicht nur weil nach ein paar Gläsern Wein auch das Rad fahren etwas schwieriger wird. Nein, ich fand, einmal pro Tag bescheuert aussehen reicht. Ich hab eine Würde.
Das Tolle am Fahrrad fahren sind die Verkehrsregeln. Also, die die nur für Radfahrer gelten, oder gar nur für mich. Wenn die Ampel rot ist und alle Autos stehen, kann über die Fussgängerstreifen oder die Trottoirs ausgewichen werden und Wusch, ist man schon viel weiter. Notabene, dass man als Radfahrer nicht bei jedem Rot halten muss, denn wenn kein Fussgänger kommt, oder nur wenige, schlängelt man sich eben so durch. Ganz unauffällig.
Mein Göppel heisst übrigens „Die schöne Helena“ und ist eine alte Lady. Durch den TÜV würde sie nicht kommen und die Vignette von 09 ist noch nicht dran. Wenn ich auf ihr die roten Ampeln überfahre, erwarte ich jeden Tag, dass mich ein Polizist anhält und büssen will. Früher oder später wird das passieren.
Ich kann dann nur hoffen, dass ich an dem Tag einen engen Rock trage und der Polizist früher Strassenarbeiter war.
Eure Rebecca
rebecca.schnyder@alltickets.ch
A great musician in small shoes
She became famous thanks to YouTube. In her videos she sings and plays her songs in her room; “bedroom versions” as she calls it.
Meanwhile, her first album "Hands" in the trade and is in the UK charts on 5th place. Little Boots is the latest new discovery in the world of Electro-Pop. "It is weird, that I should be hip", says Little Boots about the sudden success. She is being compared to Lady Gaga (and comes out much better, if you ask me) and is regarded as the act of the year. Victoria Hesketh, so her real name, meets with her futuristic electro-pop the nerve of time. The critics speak of sparkling, authentic talent and flair for the new. Her album is full with good-mood songs, catchy beats and a scarcely heard combination of melodic pop with synthesizer.
With the success comes the interest of the press. But the 25-year-old is not afraid of them:
"There is no skeleton in my closet. “I never did drugs, smoked a cigarette, always worked hard."
Til the end of the year Little Boots is touring throughout the UK, the USA and Australia. When she will first come to Switzerland, is unfortunately still unknown.
On 8 August her new single "Remedy" will be released.

Image source: bloglost.eu
Meanwhile, her first album "Hands" in the trade and is in the UK charts on 5th place. Little Boots is the latest new discovery in the world of Electro-Pop. "It is weird, that I should be hip", says Little Boots about the sudden success. She is being compared to Lady Gaga (and comes out much better, if you ask me) and is regarded as the act of the year. Victoria Hesketh, so her real name, meets with her futuristic electro-pop the nerve of time. The critics speak of sparkling, authentic talent and flair for the new. Her album is full with good-mood songs, catchy beats and a scarcely heard combination of melodic pop with synthesizer.
With the success comes the interest of the press. But the 25-year-old is not afraid of them:
"There is no skeleton in my closet. “I never did drugs, smoked a cigarette, always worked hard."
Til the end of the year Little Boots is touring throughout the UK, the USA and Australia. When she will first come to Switzerland, is unfortunately still unknown.
On 8 August her new single "Remedy" will be released.

Image source: bloglost.eu
La saison des OpenAirs est ouverte
By Greenfield in Interlaken last weekend the Open Air season has officially started. Like every year with hard rock sounds, as it should be.
Await big festival with great acts; a varied music summer is guaranteed!
Next event, which in our agenda is painted in bold, is the OpenAir St.Gallen of 26-28 June. Nine inch Nails and Cypress Hill are the hook this year, but also from the neighboring country great musiciansgive us the honor, most notably Peter Fox, coming with a combo of 16 people. Stress takes care of the hip-hop fans and an insider tip is the quieter sounds of Sophie Hunger. Not only because of the unique atmosphere in Sittertobel I say: go!
The 15-year anniversary this year celebrates the OpenAir Frauenfeld. Initially laughed at, the festival has become the magnet for all hip-hop fans. This year, their hearts will be delighted by Kanye West, Samy Deluxe, Sido and Lil Wayne among many others. And even the big 50cent is showing up to celebrate. The Swiss scene is represented mainly by Gimma and Wurzel5. Also do not miss Liricas Analas, or how often have you heard Hip-Hop in rumantsch?!
OpenAir Frauenfeld by 10-12 July.
Only one weekend later the well-proven Gurtenfestival is taking place (16.-19 July). The terrain on the Bernese „mountain“ is unique and this year's program has many big names to offer: With Franz Ferdinand on Thursday we will start a great weekend of music. On Friday already the first obligated concert is on: Ska-P. At a late hour same night do not miss Bonaparte which guarantee an amazing live show. On Saturday Razorlight is a must, followed by Oasis! Remain where you are and make sure you got a place up front. As it should be for a festival in Bern, Patent Ochsner will sweeten your Sunday afternoon and Kings of Leon will complete a weekend with countless musical highlights. For all fans of big acts!
Unique in the Swiss countryside of Music Festivals is the Paléo in Nyon, July 21 - 26.
Summary is also the programm with a lot of reggae, chanson and Village du Monde: Takana Zion, Pulqueria La, La Grande Sophie, Raphael ... But also the category Rock / Pop / Electro has its space. Among others are to mention Tracy Chapman, Amy McDonald, Pete Doherty, The Prodigy, Moby, and placebo. If you have had enough of music stroll along the numerous market stands or get yourself entertained by the many street-theater troops.
For all the forgotten hippie kids, and those who think 3 days of festival is not enough.
The OpenAir season 2009 ends, as every year, with the OpenAir Gampel. From 13 to 16 August the number of people in the canton of Valais will be doubled. At the begin small and fine, the festival in Gampel is now among the biggest in Switzerland. Over 40 bands make a well-mixed program for everyone. From Culcha Candela and Phenomden on Snow Patrol and Kaiser Chiefs to Silver Moon and Milow. Because there is something for everyone!

Await big festival with great acts; a varied music summer is guaranteed!
Next event, which in our agenda is painted in bold, is the OpenAir St.Gallen of 26-28 June. Nine inch Nails and Cypress Hill are the hook this year, but also from the neighboring country great musiciansgive us the honor, most notably Peter Fox, coming with a combo of 16 people. Stress takes care of the hip-hop fans and an insider tip is the quieter sounds of Sophie Hunger. Not only because of the unique atmosphere in Sittertobel I say: go!
The 15-year anniversary this year celebrates the OpenAir Frauenfeld. Initially laughed at, the festival has become the magnet for all hip-hop fans. This year, their hearts will be delighted by Kanye West, Samy Deluxe, Sido and Lil Wayne among many others. And even the big 50cent is showing up to celebrate. The Swiss scene is represented mainly by Gimma and Wurzel5. Also do not miss Liricas Analas, or how often have you heard Hip-Hop in rumantsch?!
OpenAir Frauenfeld by 10-12 July.
Only one weekend later the well-proven Gurtenfestival is taking place (16.-19 July). The terrain on the Bernese „mountain“ is unique and this year's program has many big names to offer: With Franz Ferdinand on Thursday we will start a great weekend of music. On Friday already the first obligated concert is on: Ska-P. At a late hour same night do not miss Bonaparte which guarantee an amazing live show. On Saturday Razorlight is a must, followed by Oasis! Remain where you are and make sure you got a place up front. As it should be for a festival in Bern, Patent Ochsner will sweeten your Sunday afternoon and Kings of Leon will complete a weekend with countless musical highlights. For all fans of big acts!
Unique in the Swiss countryside of Music Festivals is the Paléo in Nyon, July 21 - 26.
Summary is also the programm with a lot of reggae, chanson and Village du Monde: Takana Zion, Pulqueria La, La Grande Sophie, Raphael ... But also the category Rock / Pop / Electro has its space. Among others are to mention Tracy Chapman, Amy McDonald, Pete Doherty, The Prodigy, Moby, and placebo. If you have had enough of music stroll along the numerous market stands or get yourself entertained by the many street-theater troops.
For all the forgotten hippie kids, and those who think 3 days of festival is not enough.
The OpenAir season 2009 ends, as every year, with the OpenAir Gampel. From 13 to 16 August the number of people in the canton of Valais will be doubled. At the begin small and fine, the festival in Gampel is now among the biggest in Switzerland. Over 40 bands make a well-mixed program for everyone. From Culcha Candela and Phenomden on Snow Patrol and Kaiser Chiefs to Silver Moon and Milow. Because there is something for everyone!

Voormann for once in the foreground
The „fifth beatle“ finally with own album
He is a man of music history and still too few people know him. Klaus Voormann was a close friend of the beatles, played the bass on many songs from Lennon, Starr and Harrisson after the break-up, he turned Bob Dylans „Mighty Quinn“ into a hit and he played with Eric Clapton. But he remained in the background, left spotlight and fame to others.
Now, age 71, Voormann finally releases his first album. For „A Sideman’s Journey“ Voormann recorded new versions of old songs and for once he was the one being supported by others. With old fellows like Paul McCartney, Ringo Starr and Cat Stevens he interpreted hits like „Mighty Quinn“ new.
July 3rd the album will be in stores.

© voorman.com / Klaus Voormann, Hamburg (self portrait) 1959
Now, age 71, Voormann finally releases his first album. For „A Sideman’s Journey“ Voormann recorded new versions of old songs and for once he was the one being supported by others. With old fellows like Paul McCartney, Ringo Starr and Cat Stevens he interpreted hits like „Mighty Quinn“ new.
July 3rd the album will be in stores.

© voorman.com / Klaus Voormann, Hamburg (self portrait) 1959
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Schon spannend, wie sehr in unseren Köpfen trotz Emanzipation einige Klischees noch so stark verankert sind. Oder entstammen die Klischees der Realität, die sich doch nicht so sehr verändert hat wie Alice Schwarzer es sich wünschte?
Ab und zu kommt es vor, dass ich in sportlichem Trikot mit einem Fussball unterm Arm unterwegs bin. Ich ziehe an diesen Tagen so viele Blicke auf mich, wie selten. Grad so gut könnt ich mit einem pinken Hut und gelbem Schal um den Zytglogge tanzen - auf den Händen.
Wenn ich in den Bus einsteige, beschauen mich zwei junge Herren erst überrascht, nicken sich dann grinsend zu. Beim Aussteigen belächelt mich ein Jungsprung von 13 Jahren heimlich von der Seite und eine Frau runzelt beim Vorbeigehen die Stirn.
Eine Frau, die Fussball spielt, scheint ein Absurdum zu sein.
Nur: Ich verstehe nicht mal was von Fussball. Ich spiele nicht und schaue nicht und kenne nicht. Wenn mein Wortschatz eine Dachkammer wär, läge das Wort Fussball im hintersten Regal ganz oben in der Ecke. Mit viel Staub bedeckt. Ich weiss wie man es buchstabiert, weil ich generell was von Grammatik verstehe.
Was also macht die Rebecca mit Fussball?
Ich spiele auf Stadtrundgängen zur Geschichte des Fussballs in Bern die Trainerin. Besteht die Gruppe nur aus Männern, muss ich mir die Überzeugung in den 90 Minuten hart erkämpfen. Erstaunlicherweise komm ich selten in Erklärungsnot und es passiert immer wieder, dass die Frage auftaucht, welche Mannschaft ich denn sonst trainiere. Ich bin wohl etwas besser im schauspielern als im Fussball.
Verhau ich doch unter allgemeinem Schmunzeln einen Pass, rette ich mich mit Schlagfertigkeit. „Du hast‘s in den Beinen, ich im Kopf. Deswegen bist du Spieler und ich die Trainerin.“
Als Trainerin bin ich hart, habe einen männlichen Gang und gebe den Ton an (ebenso gut könnt ich zum Militär). Ich muss mich von meiner naturellen Weiblichkeit distanzieren, um in dieser Funktion ernst genommen zu werden und nicht selber über mich zu lachen. Ich bediene also genau das Klischee, Frauen und Fussball, nee.
Alice Schwarzer würde mich dafür mit Füssen treten.
Übrigens: Das eine Mal, bei dem ich meinen Freund so beeindruckt habe, dass er ganz kurz sprachlos da sass, war, als ich einen holländischen Fussballer im Fernsehen benennen konnte. „Heilandzack“ sagte er nur.
Vielleicht sollte ich mich doch etwas mehr mit Fussball beschäftigen.
Eure Rebecca
rebecca.schnyder@alltickets.ch
Ab und zu kommt es vor, dass ich in sportlichem Trikot mit einem Fussball unterm Arm unterwegs bin. Ich ziehe an diesen Tagen so viele Blicke auf mich, wie selten. Grad so gut könnt ich mit einem pinken Hut und gelbem Schal um den Zytglogge tanzen - auf den Händen.
Wenn ich in den Bus einsteige, beschauen mich zwei junge Herren erst überrascht, nicken sich dann grinsend zu. Beim Aussteigen belächelt mich ein Jungsprung von 13 Jahren heimlich von der Seite und eine Frau runzelt beim Vorbeigehen die Stirn.
Eine Frau, die Fussball spielt, scheint ein Absurdum zu sein.
Nur: Ich verstehe nicht mal was von Fussball. Ich spiele nicht und schaue nicht und kenne nicht. Wenn mein Wortschatz eine Dachkammer wär, läge das Wort Fussball im hintersten Regal ganz oben in der Ecke. Mit viel Staub bedeckt. Ich weiss wie man es buchstabiert, weil ich generell was von Grammatik verstehe.
Was also macht die Rebecca mit Fussball?
Ich spiele auf Stadtrundgängen zur Geschichte des Fussballs in Bern die Trainerin. Besteht die Gruppe nur aus Männern, muss ich mir die Überzeugung in den 90 Minuten hart erkämpfen. Erstaunlicherweise komm ich selten in Erklärungsnot und es passiert immer wieder, dass die Frage auftaucht, welche Mannschaft ich denn sonst trainiere. Ich bin wohl etwas besser im schauspielern als im Fussball.
Verhau ich doch unter allgemeinem Schmunzeln einen Pass, rette ich mich mit Schlagfertigkeit. „Du hast‘s in den Beinen, ich im Kopf. Deswegen bist du Spieler und ich die Trainerin.“
Als Trainerin bin ich hart, habe einen männlichen Gang und gebe den Ton an (ebenso gut könnt ich zum Militär). Ich muss mich von meiner naturellen Weiblichkeit distanzieren, um in dieser Funktion ernst genommen zu werden und nicht selber über mich zu lachen. Ich bediene also genau das Klischee, Frauen und Fussball, nee.
Alice Schwarzer würde mich dafür mit Füssen treten.
Übrigens: Das eine Mal, bei dem ich meinen Freund so beeindruckt habe, dass er ganz kurz sprachlos da sass, war, als ich einen holländischen Fussballer im Fernsehen benennen konnte. „Heilandzack“ sagte er nur.
Vielleicht sollte ich mich doch etwas mehr mit Fussball beschäftigen.
Eure Rebecca
rebecca.schnyder@alltickets.ch
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