Fouiller les News
Bei wem liegt die Verantwortung?
Die Elternfrage
In der Zeitung, im Fernsehen, selber gesehen und erlebt: Überall und immer wieder begegne ich dem Phänomen der Verrohung unserer Jugend. Gewalt, Drogen, Sex. Wenn ich zurück blicke auf meine Jugendjahre, vor allem die frühen, dann sehe ich auch kein reines Heft und doch war ich im Vergleich dazu, was heute abgeht, Erzengel Gabriel höchstpersönlich. Ich finde es erschreckend.
Und ich ärgere mich. Nicht nur über diese Umstände, sondern vor allem auch darüber, dass bei der Frage nach der Verantwortung die Eltern gänzlich ausser Acht gelassen werden.
Nachdem die Schule schon für die gesamte sexuelle Aufklärung verantwortlich ist, ebenso für die Drogenprävention und vor kurzem auch Ernährungslehre zum Regelstundenplan dazu gestossen ist, soll nun also die Schule die Gewaltprävention und -verhinderung auf sich nehmen. Und zwar exklusiv. Bei der soll die Zürcher Schuldirektorin Regine Aeppli versagt haben. In den vielen Diskussionen, Artikeln und Interviews nach dem Prügelvorfall der Küssnachter Jungs in München werden die Eltern gänzlich ausgelassen, lieber nimmt man Frau Aeppli in die Mangel. Dabei ist sie meiner Meinung nach eine der kompetentesten Schuldirektorinnen im Schweizerland.
Klar, die Schule hat grosse Möglichkeiten und viel Einfluss auf die Kids, doch darf nicht vergessen gehen, dass Lehrpersonen jeden Tag in jeder Schulstunde soziale Arbeit leisten, denn 20 Kids in einem Raum, die gleichzeitig arbeiten und lernen sollen ist kein Sugus. Wieviel Verantwortung, ausser derjenigen für das, was im Klassenzimmer passiert und die schulische Leistung (mit Vorbehalt) betrifft, sollen die Lehrer noch übernehmen? Fakt ist, der wichtigste Teil in der Erziehung leisten die Eltern. Müssen. Fakt ist aber auch: Erziehung gleich Arbeit. Es nimmt Zeit in Anspruch, viel Kraft und noch dazu macht man sich bei den Kindern erstmal unbeliebt. Klingt nicht nach dem ganz grossen Elternspass. Was aber vergessen geht über die Anstrengung und die oft fehlende Zeit, ist die existenzielle Wichtigkeit von Grenzen und Regeln. Ohne, kommt genau das raus, was man sogar an Schulabenden um 24 Uhr an jedem Bahnhof erleben kann: betrunkene Jugendliche, die Randale machen. Meine Grossmutter meint zu der Entschuldigung, es fehle an Zeit für die Erziehung, weil heute oft beide Elternteile arbeiten müssen: „Man kann auch nach 17 Uhr noch Kinder erziehen.“ Eine weise Frau.
Noch bin ich keine Mutter aber wenn, dann werde ich eine die Regeln aufstellt und Grenzen setzt. Eine, die die Kids mit 14 nicht mögen, weil sie unter der Woche abends nicht weg dürfen und am Wochenende um 24 Uhr daheim sein müssen. Aber sie werden es mir danken. Irgendwann.
Es lebe die Erziehung.
Eure Rebecca
rebecca.schnyder@allrickets.ch
PS: Wer mir nun vorhalten will, ich wisse nicht wovon ich rede: Ich war 2 Jahre Kindermädchen und bin nebenbei eine Lehrertochter. Da.
Und ich ärgere mich. Nicht nur über diese Umstände, sondern vor allem auch darüber, dass bei der Frage nach der Verantwortung die Eltern gänzlich ausser Acht gelassen werden.
Nachdem die Schule schon für die gesamte sexuelle Aufklärung verantwortlich ist, ebenso für die Drogenprävention und vor kurzem auch Ernährungslehre zum Regelstundenplan dazu gestossen ist, soll nun also die Schule die Gewaltprävention und -verhinderung auf sich nehmen. Und zwar exklusiv. Bei der soll die Zürcher Schuldirektorin Regine Aeppli versagt haben. In den vielen Diskussionen, Artikeln und Interviews nach dem Prügelvorfall der Küssnachter Jungs in München werden die Eltern gänzlich ausgelassen, lieber nimmt man Frau Aeppli in die Mangel. Dabei ist sie meiner Meinung nach eine der kompetentesten Schuldirektorinnen im Schweizerland.
Klar, die Schule hat grosse Möglichkeiten und viel Einfluss auf die Kids, doch darf nicht vergessen gehen, dass Lehrpersonen jeden Tag in jeder Schulstunde soziale Arbeit leisten, denn 20 Kids in einem Raum, die gleichzeitig arbeiten und lernen sollen ist kein Sugus. Wieviel Verantwortung, ausser derjenigen für das, was im Klassenzimmer passiert und die schulische Leistung (mit Vorbehalt) betrifft, sollen die Lehrer noch übernehmen? Fakt ist, der wichtigste Teil in der Erziehung leisten die Eltern. Müssen. Fakt ist aber auch: Erziehung gleich Arbeit. Es nimmt Zeit in Anspruch, viel Kraft und noch dazu macht man sich bei den Kindern erstmal unbeliebt. Klingt nicht nach dem ganz grossen Elternspass. Was aber vergessen geht über die Anstrengung und die oft fehlende Zeit, ist die existenzielle Wichtigkeit von Grenzen und Regeln. Ohne, kommt genau das raus, was man sogar an Schulabenden um 24 Uhr an jedem Bahnhof erleben kann: betrunkene Jugendliche, die Randale machen. Meine Grossmutter meint zu der Entschuldigung, es fehle an Zeit für die Erziehung, weil heute oft beide Elternteile arbeiten müssen: „Man kann auch nach 17 Uhr noch Kinder erziehen.“ Eine weise Frau.
Noch bin ich keine Mutter aber wenn, dann werde ich eine die Regeln aufstellt und Grenzen setzt. Eine, die die Kids mit 14 nicht mögen, weil sie unter der Woche abends nicht weg dürfen und am Wochenende um 24 Uhr daheim sein müssen. Aber sie werden es mir danken. Irgendwann.
Es lebe die Erziehung.
Eure Rebecca
rebecca.schnyder@allrickets.ch
PS: Wer mir nun vorhalten will, ich wisse nicht wovon ich rede: Ich war 2 Jahre Kindermädchen und bin nebenbei eine Lehrertochter. Da.
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